Die Oberarmstraffung (Brachioplastik) ist ein chirurgisches Verfahren, bei dem der gesamte Oberarm geformt bzw. gestrafft wird, indem wir die überschüssige Haut bzw. das Fettgewebe entfernen. Die Haut des Oberarms kann sich durch häufige Gewichtsschwankungen, genetische Veranlagung oder mit zunehmendem Alter verändern, beginnt zu hängen bzw. lagert sich in diesem Bereich Fett an.

Oberarmstraffung- auf einen Blick:

  • Operationszeit: ca. 1,5 Stunden
  • sportliche Aktivitäten vermeiden
  • körperliche, physische Belastung vermeiden
  • Spezieller Kompressionsverband: 6 Wochen
  • Nahtentfernung nach dem 14.-21.Tag
  • Anästhesie: Narkose
  • Krankenhausaufenthalt: 1-2 Tage

Die Entfernung des störenden eingelagerten Fettgewebes am Oberarm kann mit einer einfachen Fettabsaugung entfernt werden. Wenn gleichzeitig überschüssige Haut vorhanden ist oder die Elastizität der Haut verlorengegangen ist (aufgrund von Alter, Genetik), besteht die Notwendigkeit einer Straffungs-OP. Abhängig von den jeweiligen anatomischen Gegebenheiten kann es sinnvoll sein, die zwei Eingriffe zu kombinieren.

Wer ist für eine Oberarmstraffung geeignet?

Oberarmstraffung ist am besten für diejenigen Frauen und Männer geeignet, die nicht zu viel Gewicht haben, und deren Haut am Oberarm trotzdem erschlafft und ausgedehnt ist. Im Laufe der Zeit verliert die Haut ihre Elastizität, und am Oberarm kommt es zu überschüssiger erschlaffter  Haut, die selbst mit Sport und Diät nicht in Form zu bekommen ist. Die am Oberarm entstandene faltige Haut kann störend sein, so beim Anziehen und Waschen, und sie kann auch psychische Störungen verursachen. Aus diesen Gründen entschließen sich immer mehr Frauen und Männer zur Oberarmstraffung.

Beratung zur Oberarmstraffung

In einem Gespräch werden wir den Eingriff in allen Details besprechen, über Ihre Ideen, Wünsche, auch über eventuelle Bedenken und Zweifel reden. In diesem Zusammenhang  wird eine präzise und genaue Untersuchung der Körperkontur und der Qualität des Gewebes vorgenommen, einschließlich des Anfertigens von Fotos, mit deren Hilfe es dann später möglich ist, die einzelnen Schritte der OP aufzuzeichnen und zu erklären. Wir besprechen die unterschiedlichen operativen Techniken und Schnittführungen, beantworten alle diesbezüglichen Fragen zu möglichen Einschränkungen/Grenzen, Risiken und Komplikationen bzw. auch die zu einer eventuellen ergänzenden Fettabsaugung.

Erledigungen vor der OP

Informieren Sie Ihren Arzt über jede Art von Krankheit (Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen, Diabetes, Lungenerkrankungen, Blutgerinnungsstörungen). 10 Tage vor der OP dürfen keine Medikamente, die Aspirin oder Salicylsäure enthalten, eingenommen werden. Wenn Sie unmittelbar vor der Operation an Erkältung oder einer anderen Infektion leiden bzw. Sie zeitgleich Ihre Menstruation haben,  dann muss der Eingriff verschoben werden. 6 Stunden vor der Operation dürfen Sie nichts mehr essen und trinken. Falls Sie rauchen, müssen Sie es mindestens für die Zeit 2 Wochen vor bis 2 Wochen nach der OP  einstellen. Vor und nach der Oberarmstraffung bitte kein übermäßiges Sonnenbad!

Ablauf der Operation

Der Eingriff erfolgt unter Narkose, ambulant oder im Rahmen eines eintägigen Krankenhausaufenthalts. Die Operation dauert ca. 1,5 Stunden, abhängig von der Größe des Eingriffs. Bei einer lokal begrenzten Fettablagerung, bei der die Elastizität der Haut noch relativ gut erhalten ist, wird keine Straffung erforderlich. In diesem Fall ist die Fettabsaugung die zu wählende Methode. Wenn jedoch der störende, hängende Haut- und Fettüberschuss größer und das Durchhängen stark ausgeprägt ist, ist die plastisch-chirurgische Methode die Lösung.

Die geplante Stelle für den Schnitt wird im Stehen und mit erhobenen Armen vor dem Eingriff an der Haut gekennzeichnet. Der Schnitt wird an einer möglichst unauffälligen Stelle ausgeführt. Meist verläuft die Schnittführung für die operative Oberarmstraffung spindel- oder sichelförmig   an der unteren Seite des Oberarms von der Achselhöhle bis kurz vor den Ellenbogen, bzw. nur versteckt unter der Achselhöhle.  Bei ausgeprägtem Hautüberschuss können noch weitere Schnitte in der Achselhöhle erforderlich werden. Die Narbe, die bei der Operation entsteht, ist ca. 10-16 cm lang, bei gesenkten Armen  nicht sichtbar und mit Kleidung gut zu kaschieren. Die chirurgischen Einschnitte werden mit wenigen plastisch-chirurgischen Stichen beendet, und für ein paar Tage werden Absaugdrainagen angebracht, die dazu dienen das Wundsekret abzuleiten. Nach der Operation wird für mehrere Tage ein Kompressionsverband angelegt.

Die Zeit nach der Operation

Um die Genesung zu fördern, nehmen Sie sich bitte für  1-2 Wochen frei, und vermeiden Sie anstrengende Aktivitäten, Sport und alle Bewegungen, bei denen die Narben angespannt werden. Bis zu 6 Wochen muss der Kompressionsverband getragen werden, was zur Verringerung von Schwellungen und Schmerzen beiträgt – und bei der Bildung der gewünschten Form hilft. Die Nähte werden nach dem 14. bis 21. Tag entfernt. Vermeiden Sie Sonnenbaden oder Solarium für 6 Monate, da dies zu einer braunen Verfärbung der Narben führen kann.

Erwartungen und Ergebnisse

In den meisten Fällen ist das Ergebnis von Dauer, wenn Sie sich weiterhin gesund ernähren und sich regelmäßig bewegen, aber der natürliche Alterungsprozess kann auch nicht durch die neueste Technologie aufgehalten werden. Mit den Ergebnissen sind die Patienten  zufrieden, und sie bekommen positive Energie und Selbstvertrauen. Das Ergebnis ist bereits unmittelbar nach der Operation sichtbar, aber die endgültige Form erst nach einigen Monaten. Sie sollten sich jedoch bewusst sein, dass die Narben nie völlig verschwinden werden, aber sie werden im Allgemeinen in ein paar Monaten glatter, blasser und schließlich kaum mehr wahrnehmbar.

Mögliche Komplikationen

Es gibt keinen chirurgischen Eingriff ohne Risiko.  Eingriffe ohne Komplikationen können von keinem Arzt garantiert werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und Ihrem Anästhesisten über mögliche anstehende  Probleme.

Bei den Komplikationen sind zu erwähnen: Reaktionen auf örtliche Betäubung und Narkose, Blutungen, Entzündungen, Gefühlsstörungen an der Haut, thromboembolische Komplikationen.

Eine spätere Komplikation können verbreiterte, hypertrophe oder keloide Narben sein. Bei entsprechender Vorbereitung können diese Komplikationen jedoch minimiert oder vollständig vermieden werden.