Heutzutage gibt es viele Männer, die unter vergrößerter Brust leiden. Die männliche Brustchirurgie, chirurgische Brustverkleinerung, unterscheidet zwischen der sogenannten „echten” Gynäkomastie (männliche Brustdrüsenvergrößerung) und der „falschen” Gynäkomastie (überproportionale Vergrößerung der Brust durch erhöhte Fetteinlagerung).

Brustverkleinerung – auf einen Blick:

  • Operationszeit: ca. 1,5 -2 Stunden
  • sportliche Aktivitäten vermeiden
  • körperliche Belastung vermeiden
  • Tragen eines Kompressionsverbandes für 4 Wochen
  • Anästhesie:  meist örtliche Betäubung, jedoch abhängig vom Umfang des Eingriffs  auch Narkose
  • Krankenhausaufenthalt: ambulant oder 1-2 Tage

Der plastisch-chirurgische Eingriff kann vor allem eine Lösung für diejenigen Männer sein, denen ihr Outfit besonders wichtig ist und die diese unvorteilhaften Formen nicht verbergen können.

Wer eignet sich für die Brustverkleinerung?

Sehr viele Männer leiden an der gutartigen Vergrößerung der Brust (Gynäkomastie). Zwar erfordert die Gynäkomastie aus gesundheitlicher Sicht keinen chirurgischen Eingriff, aber eine markant ausgeprägte weibliche Form der Brust kann das Selbstwertgefühl der betroffenen Männe sehr negativ beeinflussen. Der chirurgische Eingriff ist bei den Männern am geeignetsten, die es weder mit Sport oder einer zielgerichteten Diät geschafft haben, diese Problematik der störenden vergrößerten Brust in den Griff zu bekommen (unhabhängig davon, ob es sich um die „echte“ oder die „falsche“ Gynäkomastie handelt)

Brustverkleinerung –Erledigungen vor der OP

Informieren Sie Ihren Arzt vor der Brustverkleinerung über jede Art von Krankheit (Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen, Diabetes, Lungenerkrankungen, Blutgerinnungsstörungen). 10 Tage vor der Brustverkleinerung dürfen kein Aspirin oder Medikamente, die Aspirin enthalten, eingenommen werden. Wenn Sie unmittelbar vor der Operation an Erkältung oder einer anderen Infektion leiden,  dann muss der Eingriff verschoben werden.  6 Stunden vor der Operation dürfen Sie nichts mehr essen und trinken. Wenn Sie Raucher sind, muss das Rauchen für die Zeit von 2 Wochen vor bis mindestens 2Wochen nach der Operation eingestellt werden. Vor und nach dem Eingriff  bitte kein übermäßiges Sonnenbad!

Wir informieren Sie personenbezogen!

In einem Gespräch werden wir den Eingriff in allen Details besprechen, über Ihre Ideen, Wünsche, aber auch über eventuelle Bedenken und Zweifel reden. In diesem Zusammenhang  wird eine präzise und genaue Untersuchung der Brüste vorgenommen, einschließlich der Vorbereitung von Fotos, mit deren Hilfe es dann später möglich ist, die einzelnen Schritte der Operation zu erklären. Da in einigen Fällen die Ursache für die Gynäkomastie  hormonelle Veränderungen sind, werden wir das Blut untersuchen und Hormontests durchführen.

Der Grund für eine einseitige Brustvergrößerung kann sehr selten eine bösartige Erkrankung sein, die vor der Operation sicher ausgeschlossen werden kann. Deshalb empfehlen sich eine Mammographie- und eine Ultraschalluntersuchung. Die zur Verfügung stehenden verschiedenen chirurgischen Verfahren und Techniken werden dann gemeinsam besprochen, ergänzend durch die möglichen Einschränkungen/Grenzen, Risiken und Komplikationen. Wir werden versuchen, Ihnen ein optimales Bild davon zu vermitteln, was Sie von einer Brustverkleinerung erwarten können.

Entscheidend sind jedoch Ihre persönliche Ausgangssituation und jene Faktoren, die den chirurgischen Eingriff beeinflussen – Ihr Alter, Größe und Form Ihrer Brüste und die Hauteigenschaften.

Brustverkleinerung- Ablauf der Operation

Abhängig von der Ursache der Gynäkomastie können mithilfe  entsprechender Verfahren und Eingriffe die Brüste verkleinert und die natürliche männliche Körperstruktur wiederhergestellt werden. Es gibt verschiedene Methoden der Brustverkleinerung, die in Frage kommen. Die Wahl ist abhängig von der Art und der Größe der Gynäkomastie. Die Brustverkleinerung wird meistens unter Narkose durchgeführt, entweder ambulant oder mit einem eintägigen Krankenhausaufenthalt. Bei kleiner Gynäkomastie, kann auch örtliche Betäubung kombiniert mit einer Dämmerschlafnarkose  zur Anwendung kommen. Der Eingriff dauert im Allgemeinen  1,5 bis 2 Stunden. Bei der “falschen” Gynäkomastie (auch Pseudogynäkomastie oder Lipomastie genannt) handelt es sich um eine reine Fettablagerung. In einigen Fällen kann eine Fettabsaugung  ausreichend sein (s.a. Liposuktion). Die Fettabsaugung ermöglicht eine gleichmäßige Schrumpfung der überflüssigen Haut, und man erzielt eine Hautoberfläche mit einer ebenen Kontur. Am Rand der seitlichen Brustmuskulatur wird in eine kleine Öffnung eine spezielle Flüssigkeit injiziert, die die Fettzellen lockern und auflösen soll. Durch denselben kleinen Einschnitt wird ein dünner Absaugkatheter eingeführt, durch den unter Vakuum überschüssiges Fett abgesaugt wird. Gelegentlich müssen unnötige Gewebe entfernt werden, aber nur wenn die Haut sich nicht im erwünschten Maße zusammenzieht bzw. schrumpft. Wenn auch die Brustdrüse entfernt werden muss, dann erfolgt das über einen kleinen Schnitt unterhalb der Brustwarze, und der wird danach zur histologischen Untersuchung eingeschickt. Bei sehr großen Brüsten ist ergänzend auch eine  Bruststraffung sinnvoll und ratsam. In extremen Fällen, wenn große Mengen Fett- und Drüsengewebe entfernt werden müssen, wird auch eine Entfernung der überflüssigen, hängenden Haut notwendig, damit sich die verkleinerte Brust in die neue Körperkontur eingliedern kann.

Die sogenannte „echte Gynäkomastie“ ensteht durch hormonelle Veränderungen und führt zur Zunahme und Wachstum von Brustdrüsengewebe. Prinzipiell können neben dem Fehlen des männlichen Hormons auch andere Krankheiten (z.B. Leberzirrhose. übertriebener Alkoholgenuss) oder Medikamente (Antidepressiva, anabole Steroide, Marihuana) eine  eine hormonelle Störung hervorrufen, die dann zur Vergrößerung der männlichen Brust führen kann.

In diesem Fall muss das vergrößerte Brustgewebe durch einen chirurgischen Eingriff entfernt werden. Am Rand der Brustwarze wird ein kleiner Schnitt gesetzt, durch den das überschüssige Drüsen- und Fettgewebe entfernt werden kann. Um das Problem der vergrößerten Brust langfristig zu überwinden, bedarf es meist einer nachfolgenden Hormonbehandlung.

Brustverkleinerung –  die Zeit nach der Operation

Nach der Brustverkleinerung werden in den meisten Fällen 2 Drainagen angebracht und ein formender Verband angelegt, der 4 Wochen konsequent getragen werden muss. Nach der Operation kommt es durch die Schnitte und Gewebeentfernungen zu Schmerzen und Schwellungen. Mit größeren Hämatomen muss nicht gerechnet werden. Der Schmerz kann durch Medikamente gelindert werden, die  Schwellungen gehen innerhalb weniger Wochen zurück; die entstandenen Wunden heilen. Die Nähte werden nach 7 Tagen teilweise und nach 14 Tagen vollständig entfernt. Nehmen Sie sich nach der OP ca. 1 Woche frei, und begrenzen Sie anstrengende physische Arbeit, körperliche Aktivitäten und Sport. Danach können Sie schrittweise wieder zu Ihrem früheren Lebensstil zurückkehren.

Brustverkleinerung – Erwartungen und Ergebnisse

Mit der Brustverkleinerung können hervorragende ästhetische Ergebnisse erzielt werden, und daneben wird auch das Gleichgewicht des Körpers und der Seele verbessert bzw. das allgemeine Wohlbefinden.  Die Narben sind in den ersten 6 Monaten rot und geschwollen, werden aber nach 9-12 Monaten glatter, blasser und sind schließlich kaum mehr wahrnehmbar. Zur Vermeidung von Pigmentstörungen sollten Sie direktes und intensives Sonnenbaden und das Solarium meiden. Sie sollten sich jedoch bewusst sein, dass die Narben nie völlig verschwinden werden, und dass das Ergebnis der Brustverkleinerung nicht ein ganzes Leben lang anhalten wird.

Mögliche Komplikationen

Es gibt keinen chirurgischen Eingriff ohne Risiko.  Eingriffe ohne Komplikationen können von keinem Arzt garantiert werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und Ihrem Anästhesisten über mögliche anstehende  Probleme.

Bei den Komplikationen sind zu erwähnen: Reaktionen auf örtliche Betäubung und Narkose, Blutungen, Hämatome, Wundinfektionen, Haut- und Gewebenekrose,  vorübergehende Gefühlsstörungen an Brust und Brustwarze, Brustasymmetrie, thromboembolische Komplikationen. Eine spätere Komplikation können verbreiterte, hypertrophe oder keloide Narben sein. Bei entsprechender Vorbereitung können diese Komplikationen jedoch minimiert oder vollständig vermieden werden.