Die Brustverkleinerung oder „Reduktion” ist ein chirurgisches Verfahren, bei dem man die erschlafften oder hängenden Brüste sowohl verkleinert als auch anhebt, spannt und ihnen damit eine neue Form gibt. Es ist sicher, dass die Brustverkleinerung zu einer Verbesserung der körperlichen Beschwerden (Rückgrat, Haut) führt, aber sie kann auch aus rein kosmetischen, ästhetischen Gründen durchgeführt werden (siehe auch Brustvergrößerung).

Brustverkleinerung – auf einen Blick:

  • Operationszeit: ca. 2-3 Stunden
  • Postoperative  Nachsorge, Nachbehandlung
  • sportliche Aktivitäten vermeiden
  • körperliche Belastung vermeiden
  • Dauer ca. 4 Wochen
  • vollständige Nahtentfernung nach dem 14.-21.Tag
  • Tragen eines speziellen BHs für 6 Wochen
  • Anästhesie: Narkose
  • Krankenhausaufenthalt: 1-2 Tage

Wer eignet sich für die Brustverkleinerung, für wen die Mamma-Reduktionsplastik?

Viele Frauen, die eine Verkleinerung ihrer Brüste möchten, haben gesundheitliche, orthopädische Beschwerden und Probleme wie z.B. einen steifen Nacken, Probleme mit der Halswirbelsäule. Häufig sind es  auch Beschwerden durch den tiefen Einschnitt des BH-Trägers und dadurch verursachte Hautirritationen, Hautprobleme an der Unterbrustfalte, Schlafstörungen.

Sehr große Brüste können sich negativ auf die psychische Entwicklung der Frau auswirken bzw. sie in ihren sportlichen Aktivitäten und im Alltag behindern.

Wir informieren Sie personenbezogen

In einem Gespräch werden wir den Eingriff in allen Details besprechen, über Ihre Ideen, Wünsche, aber auch über eventuelle Bedenken und Zweifel reden. In diesem Zusammenhang  wird eine präzise und genaue Untersuchung der Brüste vorgenommen, einschließlich der Vorbereitung von Fotos, mit deren Hilfe es dann später möglich ist, die einzelnen Schritte der Operation zu erklären. Die zur Verfügung stehenden verschiedenen chirurgischen Verfahren und Techniken werden dann gemeinsam besprochen, ergänzend durch die möglichen Einschränkungen/Grenzen, Risiken und Komplikationen. Nach dem 35. Lebensjahr ist es ratsam, sich vor dem Eingriff einer Mammographie-Untersuchung zu unterziehen.

Wir werden versuchen, Ihnen ein optimales Bild davon zu vermitteln, was Sie von einer Brustverkleinerung erwarten können.

Entscheidend sind jedoch Ihre persönliche Ausgangssituation und jene Faktoren, die den chirurgischen Eingriff beeinflussen – Ihr Alter, Größe und Form Ihrer Brüste und die Hauteigenschaften.

Erledigungen vor der OP

Informieren Sie Ihren Arzt vor der Brustverkleinerung über jede Art von Krankheit (Bluthochdruck, Gefäßerkrankungen, Diabetes, Lungenerkrankungen, Blutgerinnungsstörungen). 10 Tage vor der Brustverkleinerung dürfen keine Medikamente, die Aspirin enthalten(eine Sorte Schmerzmittel), eingenommen werden. Wenn Sie unmittelbar vor der Operation an Erkältung oder einer anderen Infektion leiden bzw. Sie zeitgleich Ihre Menstruation haben,  dann muss der Eingriff verschoben werden. Vor der Brustverkleinerung wird eine Mammographie- oder eine Brust-Ultraschalluntersuchung  empfohlen. 6 Stunden vor der Operation dürfen Sie nichts mehr essen und trinken. Wenn Sie rauchen, dann müssen Sie es für die Zeit von 2 Wochen vor bis mindestens 2 Wochen nach der Operation einstellen. Vor und nach dem Eingriff bitte kein übermäßiges Sonnenbad!

Brustverkleinerung- Ablauf der Operation

Die Brustverkleinerung erfolgt in Vollnarkose (Allg. Anästhesie) mit einem Krankenhausaufenthalt von 1-2 Nächten. Die auf die Person zugeschnittene Reduktionstechnik und die Schnittführung hängen von der jeweiligen Anatomie und Größe der Brust ab. Brustverkleinerung ist fast gleichzusetzen mit der Bruststraffung, mit  Ausnahme, dass hier überschüssiges Haut-, Fett- und Drüsengewebe  entfernt wird. Grundsätzlich wird die Haut um die Brustwarze herum geschnitten, so dass man überschüssige Haut entfernt, die Brustwarze nach oben platziert, gegebenenfalls minimiert wird. In den meisten Fällen entsteht eine Narbe um die Brustwarze herum und noch eine kleine vertikale Narbe unterhalb des Warzenhofs bis zur Brustunterfalte (die sogenannte „narbensparende”-Technik). Bei einer sehr großen Brust ist es auch möglich, außerdem einen horizontalen Schnitt an der Unterbrustfalte zu setzen, wodurch eine zusätzliche Narbe entsteht. Die „neue” Brust wird gestrafft und höher positioniert. Wir legen großen Wert auf präzise Schnittführung und Nahttechnik, um die Narben so unauffällig wie möglich zu halten.

Jede Brustverkleinerung hinterlässt unvermeidlich Narben, die jedoch leicht mit Bikini oder BH verdeckt werden können.

Die Zeit nach der Operation

Nach der Brustverkleinerung werden in den meisten Fällen 2 Drainagen angebracht und ein formender Verband angelegt. Dieser wird dann durch einen elastischen Spezial-BH ersetzt, der 6 Wochen getragen werden muss. Nach der Operation kommt es durch die Schnitte und Gewebeentfernungen zu Schmerzen und Schwellungen. Mit größeren Hämatomen muss nicht gerechnet werden. Der Schmerz kann durch Medikamente gelindert werden, die  Schwellungen gehen innerhalb weniger Wochen zurück; die entstandenen Wunden heilen. Die Nähte werden nach 7 Tagen teilweise und nach 14 Tagen vollständig entfernt. Nehmen Sie sich nach der OP ca. 1 Woche frei, und begrenzen Sie anstrengende physische Arbeit, körperliche Aktivitäten und Sport. Danach können Sie schrittweise wieder zu Ihrem früheren Lebensstil zurückkehren.

Mögliche Komplikationen

Es gibt keinen chirurgischen Eingriff ohne Risiko.  Eingriffe ohne Komplikationen können von keinem Arzt garantiert werden. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt und Ihrem Anästhesisten über mögliche anstehende  Probleme.

Bei den Komplikationen sind zu erwähnen: Reaktionen auf örtliche Betäubung und Vollnarkose, Blutungen, Hämatome, Wundinfektionen, Taubheitsgefühl an Haut und Gewebe, vorübergehende Gefühlsstörungen an Brust und Brustwarze, Probleme beim Stillen, Brustasymmetrie, thromboembolische Komplikationen.

Eine spätere Komplikation können verbreiterte, hypertrophe oder keloide Narben sein. Bei entsprechender Vorbereitung können diese Komplikationen jedoch minimiert oder vollständig vermieden werden.